Die schnelle Antwort auf den Punkt: Wer auf Madagaskar tauchen möchte, erlebt eine weitgehend unberührte Unterwasserwelt im Indischen Ozean mit beeindruckendem Fischreichtum, intakten Riffen und regelmäßigen Begegnungen mit Walhaien, Mantarochen und Schildkröten. Das Epizentrum für einen Tauchurlaub liegt an der Nordwestküste rund um die Insel Nosy Be sowie bei der Insel Sainte-Marie an der Ostküste. Die beste Reisezeit zum Tauchen reicht von April bis Dezember, wobei die Monate September bis Dezember das absolute Highlight für Sichtweiten und Großfisch-Begegnungen sind.
Doch wo genau liegen die schönsten Tauchplätze, welche Riffe eignen sich für Ihre Erfahrungsstufe und wie lässt sich das Unterwasser-Abenteuer ideal mit Ausflügen auf dem Festland verbinden? Tauchen wir direkt in die Details ein.
Warum Tauchen in Madagaskar ein echtes Highlight ist

Im Vergleich zu vielen bekannten Tauchdestinationen weltweit ist das Tauchen in Madagaskar noch immer ein echter Geheimtipp. Die Gewässer rund um die vierteilige Hauptinsel bieten eine riesige Artenvielfalt, da die Meeresökosysteme hier weitgehend vor Massentourismus geschützt geblieben sind.
Große Meeresbewohner und seltene Makro-Schätze
Ob Anfänger oder erfahrene Taucher – die Vielfalt unter Wasser begeistert auf jedem Tauchgang:
- Walhaie beobachten: Von Oktober bis Dezember ziehen sanfte Riesen auf ihrer Wanderung an der Küste von Nosy Be vorbei, um sich im planktonreichen Wasser zu ernähren.
- Buckelwale sichten: Zwischen Juli und September besuchen gigantische Buckelwal-Mütter mit ihren Kälbern die geschützten Kanäle rund um die Insel Sainte-Marie.
- Großfische & Riffbewohner: Neben Mantas, Mantarochen und neugierigen Riffhaien begegnen Ihnen bei fast jedem Tauchgang grüne Meeresschildkröten und große Fischschwärme.
- Für Makro-Enthusiasten: Wer den Blick fürs Detail hat, entdeckt in den bunten Korallengärten farbenfrohe Nacktschnecken, seltene Garnelen und getarnte Anglerfische.
Die besten Tauchgebiete im Überblick

1. Nosy Be & die umliegenden Inseln (Nordwestküste)
Das Gebiet rund um Nosy Be ist das vielseitigste Tauchgebiet des Landes. Hier finden Taucher aller Erfahrungsstufenpassende Bedingungen, ruhige Strömungen und professionelle Tauchbasen.
- Nosy Tanikely: Ein ausgewiesenes Meeresschutzgebiet mit extrem flachem, klarem Wasser. Die farbenfrohen Riffeund riesigen Schildkröten-Populationen machen diesen Ort perfekt für den ersten Tauchgang oder zum Schnorcheln.
- Nosy Sakatia: Bekannt für sanfte Grasmaß-Wiesen im Flachwasser, wo grüne Schildkröten beim Fressen beobachtet werden können, sowie für schöne Wandtauchgänge an der Außenseite.
- Nosy Komba: Die Insel Nosy Komba bietet ruhige Plätze mit wunderschönen Korallenformationen und viel Makro-Leben.
- Shark Point & Die Steilwände: Für Fortgeschrittene bieten weiter ausgelagerte Tauchplätze tiefere Abfaller und Strömungstauchgänge, bei denen Riffhaie und Barrakudas vorbeiziehen.
2. Die Mitsio-Inseln (Für Abenteurer)
Nordöstlich von Nosy Be liegt das abgelegene Mitsio-Archipel. Dieses Revier zeichnet sich durch spektakuläre Unterwassertopografie, Basaltsäulen und gelegentliche Wrack-Tauchplätze aus. Aufgrund wechselnder Strömungen ist dieses Areal besonders für erfahrene Scuba-Taucher spannend.
3. Insel Sainte-Marie (Ostküste)
An der Ostküste bietet die langgestreckte Insel Sainte Marie ruhige Lagunen, historische Schiffswracks und flache Korallenriffe. Zwischen Juni und September steht hier alles im Zeichen der Buckelwale, deren Gesänge man während des Tauchgangs oft sogar unter Wasser hören kann.
Beste Reisezeit für Tauchen auf Madagaskar
Das tropische Klima beeinflusst die Bedingungen unter Wasser spürbar. Wer optimale beste Sicht und angenehme Wassertemperaturen sucht, sollte seine Reise vorausschauend planen.
- Hauptsaison für Taucher (September bis Dezember): Das Meer ist meist sehr ruhig, die Wassertemperaturen liegen bei angenehmen 28 °C und die Sichtweiten sind hervorragend. Es ist zudem die beste Zeit, um rund um Nosy Be mit Walhaien zu schnorcheln und zu tauchen.
- Gute Übergangszeit (April bis August): Trockenes Wetter und angenehme Lufttemperaturen. Die Sicht unter Wasser ist gut, wenngleich der Wind an manchen Tagen etwas auffrischen kann.
- Regenzeit & Zyklonsaison (Januar bis März): In den Monaten Januar bis März ziehen häufig Zyklone über die Insel. Starke Regenfälle verschlechtern die Sicht unter Wasser erheblich und manche Tauchcenter schließen in dieser Zeit komplett.
🔎 Planungs-Tipp: Wenn Sie wissen möchten, wie das Wetter im übrigen Land aussieht und welche Monate sich für Überlandfahrten eignen, lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber zur besten Reisezeit für Madagaskar allgemein.
Tauchen und Festland-Safari perfekt verbinden
Eine reine Tauchreise wird der faszinierenden Natur Madagaskars kaum gerecht. Da viele der schönsten Tauchgebietedirekt vor der Küste liegen, lassen sie sich hervorragend mit Ausflügen ins Landesinnere kombinieren.
- Die Nord-Kombination (Nosy Be + Nationalparks): Verbinden Sie Ihren Aufenthalt in den Tauchresorts auf Nosy Be mit einer viertägigen Festland-Tour im Norden. Erkunden Sie die messerscharfen Kalksteinfelsen im Ankarana Nationalpark und halten Sie im Dschungel des Montagne d’Ambre Ausschau nach verträumten Lemuren und winzigen Chamäleon-Arten.
- Die Ost-Kombination (Sainte-Marie + Regenwald): Kombinieren Sie entspannte Tauchgänge auf Sainte-Marie mit einem Besuch im Andasibe-Mantadia Nationalpark auf dem Festland, um den berühmten Indri-Indri (den größten Lemuren Madagaskars) im Nebelwald zu hören.
Fazit: Lohnt sich ein Tauchurlaub auf Madagaskar?
Unsere Erfahrungen zeigen ganz klar: Wer ein unverfälschtes Naturerlebnis sucht und eine farbenfrohe Unterwasserwelt ohne Massenbetrieb schätzt, für den ist Madagaskar beim Tauchen ein absoluter Traum. Die Kombination aus artenreichen Riffen, Begegnungen mit Giganten wie Walhaien und den einzigartigen Landschaften an Land macht eine solche Reise zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis.
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