Zambezi Region (Caprivi)
Überblick
Die Zambezi Region - historisch oft bekannt als der Caprivi Streifen - ist Namibias üppiges, wasserreiches Wunderkind. Während der Großteil des Landes von Wüsten und Halbwüsten geprägt ist, präsentiert sich dieser schmale Landfinger im Nordosten als ein tropisches Labyrinth aus großen Flüssen, Schilflandschaften und dichten Wäldern. Gelegen im Vierländereck zwischen Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe, bildet die Region das Herzstück der KAZA TFCA (Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area) – dem größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiet der Welt.
Ein wasserreiches Safari-Paradies: Die großen Flüsse
Vier mächtige Ströme definieren das Leben in der Zambezi Region: der Kavango, der Kwando, der Chobe und der Zambezi. Diese Wasseradern ziehen gigantische Elefantenherden an, die auf ihren uralten Wanderwegen zwischen den Ländern ziehen. In den Nationalparks der Region, wie dem Bwabwata, Mudumu und Nkasa Rupara, erleben Sie eine Tierwelt, die man eher in Botswana vermuten würde: Flusspferde, Krokodile, Büffel und die wasserliebenden Sitatunga-Antilopen sind hier zu Hause. Besonders beeindruckend sind die Bootssafaris zum Sonnenuntergang, wenn der Fluss im goldenen Licht erglüht.
Kulturelle Vielfalt und „Littel Okavango“
Die Zambezi Region ist nicht nur ökologisch, sondern auch kulturell eine Welt für sich. Die hier lebenden Völker, wie die Lozi und Mafwe, sind eng mit dem Rhythmus der Flüsse verbunden. Ein Besuch in einem der „Living Museums“ bietet authentische Einblicke in traditionelle Fischfangmethoden und das Kunsthandwerk der Region. Landschaftlich wird der westliche Teil oft als „Kleines Okavango-Delta“ bezeichnet, da die Kanäle und Papyrussümpfe eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem berühmten Nachbarn in Botswana aufweisen – jedoch zu einem Bruchteil der Kosten und mit deutlich weniger Touristen.
Geschichte und Namen des schmalen Korridors
Der historische Name Caprivi-Streifen geht auf den deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi zurück, welcher über den Sambesi-Fluss einen Zugang zur Ostküste Afrikas zu schaffen versuchte – ein Unterfangen, das aufgrund der nicht schiffbaren Victoriafälle scheiterte. Um das kolonialzeitliche Erbe abzustreifen und die geografische sowie kulturelle Identität der Region zu stärken, wurde die Provinz im August 2013 offiziell in Zambezi Region umbenannt, benannt nach dem majestätischen Sambesi-Fluss, der ihre Nordostgrenze bildet.
Der Reisekalender: Wann ist die beste Zeit für die Zambezi Region?
- Mai – Oktober (Trockenzeit): Die beste Zeit für Wildtierbeobachtungen. Da das Wasser im Hinterland versiegt, sammeln sich die Tiere in unglaublicher Dichte an den permanenten Flussläufen. Die Temperaturen sind tagsüber angenehm warm und nachts kühl.
- November – April (Regenzeit): Die Region verwandelt sich in ein grünes Paradies. Dies ist die absolute Hochsaison für Vogelbeobachter, da Tausende von Zugvögeln eintreffen. Die Straßen können jedoch teilweise schlammig und schwer befahrbar sein (4x4 erforderlich).
- Tipp: Die Region ist ein Malaria-Risikogebiet. Eine entsprechende Prophylaxe und Mückenschutz sind das ganze Jahr über dringend empfohlen.
Ihr Abenteuer im grünen Norden mit Severin Travel
Die Zambezi Region ist für uns von Severin Travel die perfekte Ergänzung für Reisende, die Namibia bereits kennen oder die klassische Wüstentour mit einer wasserreichen Safari kombinieren möchten. Wir empfehlen die Region besonders als Teil einer Selbstfahrer-Tour von Windhoek nach Victoria Falls. Wir wählen für Sie Lodges aus, die direkt am Flussufer thronen, sodass Sie das Schnauben der Flusspferde direkt von Ihrer Terrasse aus hören können. Lassen Sie sich von uns in eine Seite Namibias entführen, die so gar nicht ins Bild der Wüste passen will.
Wichtige Informationen
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Aktivitäten und Erlebnisse
Unterkünfte
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Transporte
Reiselänge
FAQs
Warum wurde der Caprivi-Streifen in Zambezi Region umbenannt?
Die Umbenennung erfolgte im August 2013durch die namibische Regierung. Damit sollte der kolonialzeitliche Name, der auf den deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi zurückging, durch eine Bezeichnung ersetzt werden, die sich an der geografischen Lebensader der Region – dem Sambesi-Fluss – orientiert.
Benötigt man für die Zambezi Region ein Allradfahrzeug (4x4)?
Für die reine Transitfahrt auf der asphaltierten Hauptstraße (B8) reicht ein regulärer Pkw. Sobald Sie jedoch in die Nationalparks (wie Nkasa Rupara, Mudumu oder die Flussabschnitte des Bwabwata) abbiegen oder zu den Unterkünften an den Flussufern fahren, ist ein leistungsstarkes 4x4-Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit aufgrund von tiefem Sand und feuchten Flussnetzen absolut obligatorisch.
Besteht in der Zambezi Region ein Malariarisiko?
Ja, im Gegensatz zu den ariden Süden und Zentrum Namibias gilt die wasserreiche Zambezi Region als ganzjähriges Malariagebiet (mit erhöhtem Risiko in den feuchtwarmen Sommermonaten von November bis April). Die Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe sowie konsequenter Mückenschutz (Insektensprays, lange Kleidung ab der Dämmerung und das Schlafen unter Moskitonetzen) werden dringend empfohlen.
Kann man in den Flüssen der Zambezi Region schwimmen?
Nein, das Schwimmen in den Flüssen (Sambesi, Kwando, Okavango) ist lebensgefährlich. Die Gewässer beherbergen dichte Populationen von Nilkrokodilen und Flusspferden. Zudem besteht in stehenden Gewässern das Risiko von Bilharziose. Die Unterkünfte verfügen für Erfrischungen über abgesicherte Swimmingpools oder spezielle, eingenetzte Fluss-Pools.
Wie lässt sich die Region am besten mit Nachbarländern kombinieren?
Die geografische Lage ist einzigartig. Über den Grenzübergang bei Ngoma Bridge erreichen Sie in kurzer Fahrt den Chobe-Nationalpark in Botswana. Über Katima Mulilo gelangen Sie direkt nach Sambia, und über den Grenzübergang Kazungula sind die spektakulären Victoriafälle in Simbabwe nur etwa zwei Stunden entfernt.
Was versteht man unter den "Linyanti-Sümpfen"?
Im südlichen Teil der Region geht der Kwando-Fluss in die Linyanti-Sümpfe über und formt die Grenze zu Botswana. Dieses weite Binnendelta ist extrem abgelegen, wild und berühmt für seine gewaltigen Elefanten- und Büffelkonzentrationen in den trockenen Wintermonaten.
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