Haben Sie schon einmal von Kaza gehört? Selbst vielen erfahrenen Afrika-Reisenden ist der Begriff noch nicht geläufig, obwohl die meisten von ihnen bereits mittendrin waren.
Hinter dem Namen verbirgt sich das größte grenzüberschreitende Naturschutzgebiet des Kontinents: die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (kurz Kaza TFCA). Für uns gehört diese Region zu den spannendsten Zielen im südlichen Afrika.
Hier erfahren Sie, was das KAZA Schutzgebiet genau ist, warum es für den Artenschutz eine Schlüsselrolle spielt und was Sie für Ihre nächste Safari wissen müssen.
Was ist das Kaza Schutzgebiet und wo liegt es?

KAZA ist kein einzelner Nationalpark mit einem Eingangstor und Zaun. Es ist eine riesige Transfrontier Conservation Area - ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet, das sich über fünf Länder erstreckt:
Mit einer Gesamtfläche von rund 520.000 Quadratkilometern ist das Areal deutlich größer als Deutschland. Offiziell besiegelt wurde das Abkommen der fünf Regierungen im August 2011, koordiniert über ein eigenes Sekretariat und unterstützt von Partnern wie der Peace Parks Foundation sowie der deutschen KfW Entwicklungsbank.
Im Zentrum steht die Idee, bestehende Nationalparks, Wildreservate und kommunale Gebiete miteinander zu vernetzen. Statt künstlicher Staatsgrenzen zählt hier wieder das natürliche Ökosystem rund um die Flusssysteme von Okavango und Sambesi.
Warum KAZA so einzigartig ist: Raum für Tiere und Menschen

Die größte zusammenhängende Elefantenpopulation der Erde
Die KAZA-Region ist die Heimat von rund 250.000 Afrikanischen Elefanten - das ist mehr als die Hälfte aller Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent. Nirgendwo sonst erleben Sie größere Herden, die ungestört durch die Savannen und Feuchtgebiete ziehen.
Damit diese Tiere überleben können, brauchen sie Wanderkorridore. Früher versperrten Zäune und Landesgrenzen ihre traditionellen Routen auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Durch das grenzüberschreitende Projekt können sich die Wildtiere wieder frei zwischen Angola, Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe bewegen. Das mindert Konflikte mit Farmern und schützt die Bestände vor Überweidung in einzelnen Parks.

Ein Paradies für die afrikanische Tierwelt
Neben Elefanten schützt das Areal eine enorme Biodiversität:
- Große Raubkatzen: Gesunde Bestände von Löwen, Leoparden und Geparden.
- Seltene Arten: KAZA ist eines der letzten großen Rückzugsgebiete für den Afrikanischen Wildhund (African Wild Dog), eine der am stärksten bedrohten Tierarten überhaupt. Mehr über dieses interessante Tier, und wie Sie es auf Safari aufspüren, finden Sie hier!
- Klassische Steppentiere: Tausende Büffel, Zebras, Antilopen und über 600 Vogelarten.
Ein Schutzkonzept mit der lokalen Bevölkerung
Echter Naturschutz funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Rund drei Millionen Menschen leben im KAZA-Gebiet. Die Initiative fördert deshalb gezielt die nachhaltige Entwicklung von Gemeinden: Durch Ökotourismus entstehen wichtige Arbeitsplätze, und Einnahmen aus Schutzgebieten fließen direkt in lokale Schulen, Brunnen und Infrastruktur zurück. So wird der Erhalt der Natur zu einer echten Perspektive für die Einwohner.
Welche bekannten Reiseziele gehören zu KAZA?
Das Besondere für Sie als Reisende: Sie müssen KAZA nicht als abstraktes Konstrukt suchen. Wenn Sie die Highlights im südlichen Afrika besuchen, sind Sie bereits mittendrin. Zu KAZA gehören unter anderem:
- Chobe-Nationalpark (Botswana): Weltberühmt für dichte Elefantenherden am Flussufer und Bootssafaris im Sonnenuntergang.
- Okavango-Delta (Botswana): Das weltberühmte Binnendelta voller Kanäle, Lagunen und Wasserwege.
- Hwange-Nationalpark (Simbabwe): Simbabwes größtes Wildreservat, bekannt für raue Wildnis und riesige Büffelherden.
- Victoriafälle (Sambia und Simbabwe): Der gewaltige Wasserfall bildet das touristische Drehkreuz im Herzen der Region. Und der Viktoriafalls Nationalpark ist ideal für Bootssafaris und mehr.
- Sambesi-Region / Caprivi (Namibia): Flusslandschaften wie der Bwabwata-Nationalpark oder Rückzugsorte wie die Nambwa Lodge, wo Elefanten oft direkt durchs Camp wandern.
Kaza besuchen: Das sollten Reisende wissen
Ist KAZA als Gesamtreiseziel buchbar?
Ja, und genau das macht den Reiz aus. KAZA ist die ideale Vorlage für eine länderübergreifende Safari. Sie können beispielsweise die Victoria Falls in Simbabwe erkunden, per kurzem Transfer im Chobe-Nationalpark in Botswana Tiere beobachten und anschließend durch Namibias Sambesi-Region weiterreisen.
Grenzübertritte und Visum
Weil Kaza fünf Länder umfasst, ist die Einreiseplanung ein wichtiger Punkt. Ein echter Vorteil für Urlauber ist das sogenannte KAZA UniVisa. Vielleicht haben sie schon mal was davon gehört? Damit können Sie unkompliziert zwischen Simbabwe und Sambia hin- und herreisen (inklusive Tagesausflügen nach Botswana), ohne jedes Mal ein neues Einzelvisum zahlen und organisieren zu müssen.
Beste Reisezeit
Die KAZA-Region lässt sich ganzjährig bereisen, bietet aber je nach Monat unterschiedliche Schwerpunkte:
- Trockenzeit (Mai bis Oktober): Wenig Regen, trockenes Buschland und klare Tiersichtungen an den Wasserlöchern. Ideal für Erstbesucher.
- Grüne Saison (November bis April): Üppige Landschaften, Geburtenzeit bei vielen Antilopen und beste Bedingungen für Vogelbeobachtungen.
Mit Severin Travel durch das KAZA-Gebiet
Ein Gebiet von über 500.000 Quadratkilometern hält unzählige Routen bereit. Welcher Mix aus Bootstouren, Pirschfahrten und Buschcamps für Sie der richtige ist, hängt von Ihren persönlichen Wünschen ab.
Wir kennen die Region seit Jahrzehnten, pflegen enge Kontakte zu den Lodges vor Ort und stellen Ihre Route so zusammen, dass Sie das KAZA Schutzgebiet intensiv, sicher und fernab von Massenpfaden erleben. Teilen Sie uns einfach Ihre Wünsche und Vorstellungen mit - wir planen Ihre maßgeschneiderte Afrika-Reise.


