In diesem Artikel nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch die afrikanische Wildnis. Wir klären die wichtigste Frage – was sind die Big Five in Afrika? – und geben Ihnen wertvolle Tipps für Ihre erste Safari-Reise.
Wenn Menschen von einer Safari in Afrika träumen, fallen meist sofort zwei Worte: Big Five. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Ursprünglich stammt die Bezeichnung von Großwildjägern. Sie benannten damit die fünf Tiere, die zu Fuß am schwierigsten und gefährlichsten zu jagen waren.
Heute hat sich die Bedeutung zum Glück gewandelt. Bei einer modernen Big 5 Safari geht es um den Schutz dieser majestätischen Tiere und das einmalige Erlebnis einer Tierbeobachtung in freier Wildbahn.
Was sind die Big Five?
Die Big Five bestehen aus den Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörnern und Büffeln. Aber wie schwer sind sie zu entdecken und wo ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten?
Der Löwe – Der unangefochtene König der Tiere

Der Löwe ist der soziale Star der Tierwelt. Meist begegnet man einem Rudel beim Dösen im Schatten und ihre Sichtung ist meist unkompliziert und häufig. Doch es gibt Besonderheiten: Im Lake-Manyara-Nationalpark in Tansania oder im Queen-Elizabeth-Nationalpark in Uganda können Sie die seltenen baumkletternden Löwen beobachten. Ein faszinierender Anblick, wenn der König der Tiere auf dicken Ästen balanciert.
Der Leopard – Der geheimnisvolle Einzelgänger

Dieser Einzelgänger ist am schwersten zu entdecken. Leoparden ziehen ihre Beute oft hoch in die Bäume, um sie vor Hyänen und anderen Tieren zu sichern. Wenn Sie diese Großkatzen garantiert sehen wollen, ist das Sabi Sands Game Reserve am Kruger Nationalpark (Südafrika) oder der South Luangwa Nationalpark in Sambia die beste Adresse. Dort ist die Dichte an Leoparden weltweit am höchsten.
Der Afrikanische Elefant – Der sanfte Riese

Der Afrikanische Elefant ist das größte Landsäugetier der Erde. Besonders beeindruckende Momente erleben Sie im Hwange Nationalpark in Simbabwe oder im Chobe Nationalpark in Botswana. Dort ziehen im Sommer riesige Elefantenherden zu den Wasserlöchern. Es ist zutiefst bewegend, eine Elefantenherde dabei zu beobachten, wie die erwachsenen Tiere ihre Jungtiere behutsam in die Mitte nehmen oder wenn die Kleinen in die Pools springen und ausgiebig baden.
Das Nashorn – Ein bedrohter Urzeit-Riese

In Afrika unterscheidet man das Breitmaulnashorn und das seltenere Spitzmaulnashorn. Nashörner sind aufgrund der Wilderei streng geschützt. Wer das Spitzmaulnashorn sehen will, sollte den Etosha Nationalpark in Namibia besuchen - nachts an den beleuchteten Wasserlöchern sind die Sichtungschancen exzellent. Das Breitmaulnashorn ist im Hluhluwe-Imfolozi-Park in Südafrika besonders präsent. Letzteres ist etwas weiter verbreitet und häufiger zu sehen.
Der Büffel – Kraftvoll und unberechenbar

Der Afrikanische Büffel (oder Kaffernbüffel) wird oft unterschätzt, doch er gilt unter Rangern als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas. Büffel leben in großen Herden und können sehr verteidigungsbereit reagieren. Den Kaffernbüffel finden Sie fast überall, wo es Wasser gibt. Besonders imposant sind die riesigen Herden in der Serengeti Tansanias oder im Okavango Delta in Botswana, wo die Tiere oft gemeinsam mit Gnus und Zebras durch das Schwemmland ziehen.
Wo kann man die Big Five am besten sehen?
Afrika bietet viele fantastische Orte für eine Tierbeobachtung. Hier sind die absoluten Top-Reiseziele, in denen die Chancen sehr gut stehen, alle fünf Tiere zu entdecken:
- Südafrika: Der Kruger Nationalpark (oft auch Krüger Nationalpark geschrieben) ist weltberühmt. Hier ist die Infrastruktur hervorragend und die Big Five sind in hoher Dichte vertreten.
- Tansania: In der legendären Serengeti und im Ngorongoro-Krater erleben Sie die afrikanische Wildnis wie aus dem Bilderbuch. Hier ziehen auch riesige Herden von Gnus und Zebras vorbei.
- Kenia: Die Masai Mara ist die nördliche Fortsetzung der Serengeti und bekannt für ihre weiten Ebenen und die hohe Raubtierdichte.
- Namibia & Botswana: Während der Etosha Nationalpark in Namibia ideal für Nashorn-Sichtungen ist, bietet das Okavango Delta in Botswana ein exklusives Wasser-Safari-Erlebnis mit vielen Elefanten und Flusspferden.
Die beste Reisezeit für Ihre Safari-Reise
Die beste Reisezeit hängt stark davon ab, welchen Nationalpark Sie besuchen möchten. Generell gilt: Die Trockenzeit ist ideal für die Sichtung der Big Five.
- Südafrika & Simbabwe: Von Mai bis Oktober. In diesen Monaten regnet es kaum. Das Gras ist kurz und die Bäume haben weniger Blätter, wodurch man die Tiere im Gebüsch viel besser sieht. Außerdem sammeln sie sich an den verbliebenen Wasserlöchern.
- Tansania & Kenia: Von Juni bis Oktober. Dies ist nicht nur die beste Zeit für die Big Five in Afrika, sondern auch für die Hochphase der großen Tierwanderung (Great Migration) der Gnus und Zebras.
- Namibia: Von Juli bis September. In dieser Zeit ist es im Etosha Nationalpark extrem trocken, was die Tiere dazu zwingt, täglich die bekannten Wasserstellen aufzusuchen – Ihre Chance für perfekte Fotos!
Tipps für die Sichtung der legendären Big Five
Eine Safari erfordert Geduld und ein wenig Glück. Damit Ihre erste Safari ein voller Erfolg wird, gibt es ein paar Tipps für Sie:
- Früh aufstehen: Die meisten Raubtiere wie Löwen und Leoparden sind in der Dämmerung am aktivsten. Die erste Fahrt am Morgen ist oft die erfolgreichste.
- Ein guter Guide ist alles: Erfahrene Ranger kennen die Spuren und das Verhalten der Tiere. Sie wissen genau, wo sich der Leopard gestern versteckt hat. Außerdem sind sie oft über Funk in Kontakt, um besondere Sichtungen weiterzugeben.
- Fernglas nicht vergessen: Nicht jedes Tier steht direkt neben dem Geländewagen. Besonders bei Vögeln und scheuen Katzen ist ein gutes Glas Gold wert.
- Passende Kleidung: Feste Schuhe und neutrale Töne. Weiß ist sehr auffällig und schwarz zieht Tsetse Fliegen an.
- Stille bewahren: Tiere in Afrika haben ein feines Gehör. Wenn Sie sich ruhig verhalten, fühlen sich die Tiere nicht gestört und bleiben länger in Ihrer Nähe.
Fazit: Die Big Five in Afrika
Die Big Five zu sehen, ist ein tiefgreifendes Erlebnis, das Sie der Natur ein Stück näherbringt. Egal ob in Südafrika, Namibia oder Tansania - die Begegnung mit diesen majestätischen Geschöpfen wird Ihnen ewig in Erinnerung bleiben.
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Häufig gestellte Fragen zu den Big Five Afrikas
Wie groß ist die Chance, alle Big Five Tiere auf einer Safari zu sehen?
In großen Schutzgebieten wie dem Kruger Nationalpark stehen die Chancen sehr gut. Während Löwen und Elefanten oft leicht zu finden sind, bleiben Leoparden und Nashörner aufgrund ihrer Lebensweise meist schwer zu entdecken. Planen Sie für die Sichtung der Big Five am besten mehrere Tage ein.
Warum nennt man sie eigentlich „Big Five“?
Der Begriff der Big Five stammt aus der Zeit der Großwildjagd. Er bezeichnete die fünf gefährlichsten Tiere, die in der afrikanischen Wildnis zu Fuß am schwierigsten zu jagen waren. Heute ist der Name ein Symbol für den Artenschutz und das Ziel jeder Big 5 Safari.
Was ist der Unterschied zwischen den Nashorn-Arten?
In Afrika gibt es zwei Arten: Das Breitmaulnashorn frisst Gras und ist eher gesellig. Das seltener werdende Spitzmaulnashorn frisst Blätter von Büschen und lebt als Einzelgänger. Beide leiden massiv unter der Wilderei, weshalb eine Sichtung in freier Wildbahn ein echtes Privileg ist.


