Nationalpark Simbabwe: die schönsten Parks und Highlights

Nationalpark Simbabwe: die schönsten Parks und Highlights

Simbabwe beherbergt einige der beeindruckendsten Naturschutzgebiete Afrikas. Neben den weltberühmten Giganten gibt es auch kleinere oder abgelegenere Parks, die als echte Geheimtipps gelten. Ein Nationalpark in Simbabwe bietet oft das, was mancherorts verloren gegangen ist – echte, unberührte Wildnis und Begegnungen mit Tieren ohne Massentourismus.

In diesem Artikel nehmen wir Sie mit zu den schönsten Schutzgebieten des Landes. Von den riesigen Elefantenherden im Westen bis zu den mystischen Bergen im Osten. Packen Sie Ihre Kamera ein, wir starten unsere Tour durch die Simbabwe Nationalparks.

1. Hwange Nationalpark: Das Reich der Elefanten

Der Hwange Nationalpark ist das Aushängeschild von Simbabwe. Mit einer Fläche von über 14.600 Quadratkilometer ist er der größte Park des Landes und liegt im Nordwesten Simbabwes, direkt an der Grenze zu Botswana.

  • Was den Park besonders macht: Er ist weltberühmt für seine enorme Elefantenherde. Hier leben zeitweise über 45.000 dieser grauen Riesen. Die Landschaft ist geprägt von den Ausläufern der Kalahari-Wüste, was den Park besonders in der Trockenzeit zu einem Magneten für Tiere macht.
  • Aktivitäten: Die Hauptattraktion sind klassische Pirschfahrten (Game Drives). Da es keine permanenten Flüsse gibt, konzentriert sich das Wildlife an den künstlich angelegten Wasserstellen. Hier können Sie stundenlang sitzen und zusehen, wie Löwe, Leopard, Gepard und Hyänen zum Trinken kommen.
  • Highlights: Neben den Big Five gibt es hier seltene Schabrackenhyänen und über 400 Vogelarten. Auch Wildhunde werden hier oft gesichtet.
  • Beste Reisezeit: Die absolute Hochphase ist von Juli bis Oktober (Trockenzeit), wenn die Tiere massenhaft an die Wasserlöcher kommen. Von November bis März ist „Green Season“: toll für Vögel und Jungtiere, aber das hohe Gras erschwert die Sichtung.

2. Mana Pools Nationalpark: Safari zu Fuß am Sambesi

Wenn Sie das echte Abenteuer suchen, ist der Mana Pools Nationalpark Ihr Ziel. Dieses UNESCO Weltnaturerbe liegt im Norden am mächtigen Sambesi-Fluss, direkt gegenüber von Sambia.

  • Was den Park besonders macht: „Mana“ bedeutet vier und bezieht sich auf die vier großen permanenten Pools (Seen), die der Fluss hinterlassen hat. Die Landschaft mit ihren riesigen Albida-Bäumen wirkt fast wie ein englischer Park - nur mit wilden Tieren.
  • Aktivitäten: Das absolute Highlight sind geführte Buschwanderungen. In kaum einem anderen Schutzgebiet dürfen Sie den Dickhäutern zu Fuß so nah kommen. Auch Kanutouren auf dem Sambesi sind ein Muss, um Flusspferde und Krokodile aus nächster Nähe zu sehen.
  • Highlights: Die berühmten „stehenden Elefanten“, die sich auf die Hinterbeine stellen, um an die Schoten der Bäume zu gelangen. Zudem treffen Sie hier auf große Büffelherden, Wasserböcke, Kudus und Impalas.
  • Beste Reisezeit: Der Park ist im Grunde nur von Mai bis Oktober gut bereisbar. In der Regenzeit (November bis April) sind viele Wege wegen des Schlamms unpassierbar und die meisten Lodges geschlossen.

3. Victoria Falls Nationalpark: Der donnernde Rauch

Keine Reise nach Zimbabwe ist komplett ohne die Victoria Falls. Der Park ist zwar klein, beherbergt aber eines der sieben Weltwunder der Natur: den größten Wasserfall der Erde.

  • Was den Park besonders macht: Der Sprühnebel des Wasserfalls erzeugt einen eigenen kleinen Regenwald mitten in der Savanne. Hier finden Sie Pflanzen, die es sonst nirgendwo in der Region gibt.
  • Aktivitäten: Wandern Sie entlang der Klippen zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Für Adrenalin-Junkies gibt es in der Nähe Wildwasser-Rafting, Bungee-Jumping oder Helikopterflüge.
  • Highlights: Der Blick auf den Sambesi-Fluss, wie er über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Oft sieht man im Parkgelände auch Buschböcke und Affen.
  • Beste Reisezeit: Für maximale Wassermassen sind Februar bis Mai ideal. Aber die Gischt versperrt zu dieser Zeit meist die Sicht. Für den besten Mix aus guter Sicht und ordentlich Wasserfluss empfehlen sich August und September. Im Oktober/November kann die sambische Seite fast trocken liegen.

5. Zambezi Nationalpark: Safari am Flussufer

Nur einen Katzensprung von den Victoria Falls entfernt liegt der Zambezi Nationalpark. Er ist perfekt für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung in einer schicken Lodge am Fluss.

  • Was man dort macht: Entspannte Pirschfahrten entlang des Flusses. Man sieht hier oft Giraffen, Zebras und große Herden von Büffeln. Auch Bootsfahrten auf dem Zambezi sind ein wundervolles Erlebnis, mit vielen Wildtier-Sichtungen.
  • Besonderheit: Da der Park am Wasser liegt, ist das Wildlife das ganze Jahr über aktiv.
  • Beste Reisezeit: Ganzjährig gut, da der Fluss immer Wasser führt. Die beste Tierbeobachtung findet jedoch in der späten Trockenzeit von August bis Oktober statt, wenn das Hinterland austrocknet und alle Tiere zum Fluss drängen.

4. Matobo Nationalpark: Wo Natur auf Geschichte trifft

Südlich der Stadt Bulawayo liegt der Matobo Nationalpark. Er ist bekannt für seine spektakulären Granitformationen, die wie riesige Murmeln aufeinandergestapelt wirken.

  • Was den Park besonders macht: Er ist ein wichtiges kulturelles Zentrum. Hier finden Sie uralte Felsmalereien und das Grab von Cecil John Rhodes auf dem Hügel „World’s View“.
  • Aktivitäten: Matobo ist einer der besten Orte in Simbabwe, um Breitmaulnashörner und Spitzmaulnashörner zu sehen. Es werden spezielle „Rhino Tracks“ zu Fuß angeboten.
  • Highlights: Die hohe Dichte an Leoparden und schwarzen Adlern ist hier ein absoluten Highlight.
  • Beste Reisezeit: Der Park ist ganzjährig ein tolles Reiseziel. Beachten Sie aber, dass es im Juni und Juli nachts empfindlich kalt werden kann (nahe dem Gefrierpunkt), da der Park höher liegt.

Auf unserer Karte der Nationalparks in Simbabwe bekommen Sie einen Überblick über die Lage und Vielfalt der Parks. Auf die unbekannten Nationalparks werden wir im folgenden noch eingehen. 

Die unbekannten Juwelen: Simbabwes Geheimtipps

Wenn Sie die Massen komplett meiden wollen, sollten Sie sich außerdem diese Parks auf der Karte markieren:

Reise-Ratgeber: Alles für Ihren Besuch

Die Parks and Wildlife Management Authority (kurz Zimparks) kümmert sich um den Erhalt dieser Gebiete. Hier sind die wichtigsten Fakten für Ihre Planung:

Beste Reisezeit für Simbabwe Nationalparks in Kombination

Die beste Reisezeit für die verschiedenen Nationalparks ist nicht immer die gleiche. Viele Reisende wollen die Victoria Falls in voller Pracht (April/Mai) sehen und danach eine Top-Safari im Hwange machen.

  • Das Problem: Im Mai, wenn die Voktoriafälle Ihre volle Kraft entfalten, ist das Gras im Hwange noch sehr hoch und die Tiere sind im Busch verstreut, weil es überall Wasser und Versteckmöglichkeiten gibt.
  • Die Lösung: Wenn Sie beides perfekt kombinieren wollen, ist August/September der beste Kompromiss. Die Fälle haben noch genug Wasser für das rauschende „Wow-Gefühl“, und die Safari-Bedingungen sind bereits exzellent.

🔎 Entdecken Sie mehr zur Reisezeit der Viktoriafälle und alle wichtigen Infos zu Einreise und Visum in unserem Blog zu Reisevorbereitungen für Simbabwe!

Fazit: Warum Simbabwe Ihr nächstes Ziel ist

Ob Sie nun im Hwange Nationalpark den riesigen Elefantenherden folgen oder im Mana Pools Nationalpark zu Fuß die Wildnis erkunden - Simbabwe ist ein authentisches Reiseziel, das Sie verzaubern wird. Die Kombination aus herzlichen Menschen, professionellen Guides und einer unglaublichen Tierwelt macht Simbabwe zu einem der schönsten Safari Länder in ganz Afrika.

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