Haben Sie sich jemals gefragt, wie Afrika aussah, bevor die großen Touristenbusse kamen? Ich habe die Antwort gefunden, als ich das erste Mal am Ufer des Sambesi stand. Wenn Sie einen Sambia Urlaub planen, sollten Sie eines wissen: Dieses Land wird Sie nicht einfach nur unterhalten – es wird Sie verändern.
Zusammen mit den Experten von Severin Travel habe ich eine Route geplant, die sich weniger wie eine Katalogreise und mehr wie eine Expedition angefühlt hat. Hier erzähle ich Ihnen, warum mich dieses Land so tief berührt hat.
Der Moment, in dem die Welt stillsteht: Livingstone

Meine Reise begann in Livingstone. Klar, die Victoriafälle stehen auf jeder Liste. Aber nichts bereitet Sie auf das Gefühl vor, wenn Sie die erste Gischtwolke am Horizont sehen.
Es war ein früher Dienstagmorgen, als ich den Pfad entlang der Klippen ging. Das Donnern der Wassermassen vibriert im ganzen Körper. Es ist kein schönes Plätschern, es ist rohe Gewalt. Die Grenze zu Simbabwe ist nur einen Steinwurf entfernt und ich entschied mich dazu, beide Seiten kennen zu lernen.
Auf Simbabwes Seite erwartete mich das unglaubliche Postkartenmotiv der Viktoriafälle, während auf Sambias Seite die Natur und der Sambesi Fluss ganz nah waren.
Ein kleiner Rat für Sie: Wenn Sie dort sind, suchen Sie sich einen Platz etwas abseits der Hauptwege. Ich saß dort eine Stunde lang einfach nur im Gras, die Kamera in der Tasche, und habe beobachtet, wie sich das Licht im Regenbogen bricht. Das ist der Luxus in Sambia: Man hat den Platz dazu.
Den ersten Tag in Livingstone nahm ich mir also, um die Fälle zu Fuß zu erkunden und mich ganz von den gigantischen Wassermassen faszinieren zu lassen. Am zweiten Tag ging es allerdings ans Eingemachte, denn ich wollte im Devil's Pool baden!

Dieses Erlebnis war sagenhaft! Man darf hier bis ganz an die Kante schwimmen, nur gehalten von der kleinen Steinwand, den Zog im Rücken und den Abgrund direkt vor der Nase. Man sollte meinen, dass ein Bad im warmen Sambia erfrischend sein sollte, aber das Wasserbecken, in das der Wasserfall tosend rauschte, war eisig kalt! Ich hielt zwei Minuten aus, bis meine Lippen bald blau wurden und ich mich schnell in mein Handtuch wickelte. Aber trotzdem! Ich war im berühmt berüchtigten Devils's Pool der Viktoriafälle schwimmen! Aber für alle, die das ebenfalls erleben wollen, ist absolute Vorsicht geboten, denn der Abgrund ist definitiv tötlich.
Hinweis: Geöffnet ist der Pool meist nur zwischen September und Dezember, also bei niedrigem Wasserstand.
Der Rhythmus des Flusses: Lower Zambezi
Von Livingstone aus flog ich mit einer kleinen Propellermaschine in den Lower Zambezi Nationalpark. Aus der Luft sieht man erst, wie der Sambesi das Leben diktiert, denn selbst aus der Luft sah ich, wie sich die Wildtiere am Ufer des Flusses sammelten und genüsslich das Wasser tranken, in dem ich gestern noch baden war. Ob sie die Nuancen des Wassers wohl schmecken?

Das Flugzeug landete auf einer Piste, die eigentlich nur ein plattgewalzter Erdstreifen war. Noch voller Adrenalin von dem Flug und der unglaublichen Landschaft, die sich unter mit ausgebreitet hatte, kam ich in der Lodge, dem Baines’ River Camp, an – eine traumhafte Unterkunft direkt am Wasser. Und mir wurde schnell klar: Hier bin ich der Gast, die Tiere sind die Hausherren. Während ich mein Mittagessen einnahm, spazierte eine Elefantenfamilie keine zehn Meter an der Terrasse vorbei, um am Fluss zu trinken. Hunderte Vögel flatterten und sangen um mich herum, Insekten aller Art brummten durch die Lüfte und der Fluss rauschte im Hintergrund seine Melodien. Traumhaft!

Mein absolutes Highlight war die Kanu-Safari noch am gleichen Tag. Es ist absolut still, man hört nur das Eintauchen der Paddel. Plötzlich tauchen zwei Flusspferde vor uns auf. Unser Guide blieb völlig ruhig, wir ließen uns treiben. In diesem Moment spürt ich eine Mischung aus Adrenalin und tiefer Ehrfurcht. Könnten die Flusspferde uns einfach umstoßen? Würden sie uns dann heimlich auslachen oder angreifen? Gibt es Krokodile? Man merkt: Sambia ist ein Paradies, aber eines, das Respekt verlangt.

Die Lebendigkeit des Nationalparks war einfach unverbesserlich. Statt in absoluter Stille ein Buch zu lesen und zu entspannen, mag man hier die Augen gar nicht von der Natur abwenden, denn es scheint so, als würde jeden Moment ein weiteres Tier dein Blickfeld kreuzen! Nur abends mag man die Augen schließen, tief einatmen und den Geräuschen der nachtaktiven Wildtiere lauschen. Wirklich ein magisches Erlebnis.
South Luangwa: Wenn der Puls des Busches schlägt

Der South Luangwa Nationalpark war für mich das Herzstück der Reise. Die Landschaft hier ist trockener, rauer und von Staub geprägt. Entlang des Luangwa-Flusses tummeln sich tausende Flusspferde und Krokodile. Und trotzdem war die Natur ein absoluter Kontrast zum Lower Zambezi Nationalpark.
Was ich dort erlebt habe, war meine erste Safari zu Fuß. Stellen Sie sich vor: Sie steigen aus dem sicheren Geländewagen aus. Plötzlich gibt es kein Blech mehr zwischen Ihnen und der Wildnis. Jedes Knacken eines Astes lässt Sie aufhorchen. Wir entdeckten die frischen Spuren eines Leoparden im Sand. Unser Guide erklärte uns nicht nur die Tiere, sondern die gesamte Flora und Fauna. Wir lernten, wie man am Geruch erkennt, ob ein Büffel in der Nähe ist. Es ist die ehrlichste Art, Afrika zu begegnen. Und Sambia ist der Ursprung der Walking Safaris! Also wenn nicht hier, wo dann?

Spätestens als wir - gar nicht so weit entfernt - das Tröten eines Elefanten hörten, wurde mir doch langsam mulmig. Der Guide blieb ruhig und selbstbewusst und deutete uns, ebenfalls ruhig in seiner Nähe zu bleiben. Kurz darauf wanderten acht riesige afrikanische Elefanten nur wenige Meter vor uns entlang! Selbst wenn ich etwas hätte sagen wollen - es wäre kein Ton rausgekommen. Die Familie begab sich voller Gelassenheit zum nahegelegenen Fluss, und wir? - hinterher! Als unser Guide Lombe aufrecht und ganz langsam Richtung Fluss weiterging und uns zu sich winkte, zitterten meine Beine schon. Zurückbleiben wollte ich nun aber wirklich nicht allein, also wackelte ich hinterher.

Nach diesem unglaublichen Erlebnis machten wir uns bald auf den Weg zurück zum Jeep. Wir hatten viele verschiedene Antilopen gesehen, kleine Jackale, Warzenschweine, Flusspferde und zwei Nashörner aus der Ferne. Und dass wir keine Raubkatze sahen, fand ich gar nicht so schlimm.
Ein Abend, den ich nie vergesse

Auf dieser Reise sollten auch die Nächte nie langweilig sein. Denn ich entschied mich, auf eine Nachtsafari zu gehen. Wieder mit Lombe unterwegs, machte ich mich schon bereit, einem Leoparden Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen und mein Können in Selbstverteidigung zu beweisen. Aber zum Glück kam es etwas anders. Unser Guide leuchtete mit einer roten Lampe in die Dunkelheit. Hunderte Augen reflektierten das Licht und glotzen uns an. Das waren Antilopen. Auch in den Büschen und Bäumen sahen wir viele Augen. Das waren wohl "Bush Babys". Diese kleinen süßen Tierchen mit riesigen Glupsch-Augen. Und dann: zwei gelbe Punkte, anders als die anderen: Ein Leopard auf der Jagd. Wir beobachteten ihn fast 10 Minuten lang, wie er sich lautlos durch das hohe Gras an eine Antilope heranpirschte. Keine anderen Autos, kein Blitzlichtgewitter – nur wir, die Dunkelheit und der Jäger. Das ist die wahre Abgeschiedenheit, die Sambia so besonders macht. Bis heute frage ich mich, warum der Leopard uns einfach ignoriert hat. Er muss uns ja sicherlich gesehen haben. Umso schöner war es für uns! Und die Antilope ist diesmal davon gekommen.
Planung, Kosten & Sicherheit: Was Sie wissen müssen
Ist ein Sambia Urlaub gefährlich?
Diese Frage höre ich oft. Ehrlich gesagt: Ich habe mich in Sambia sicherer gefühlt als in mancher europäischen Großstadt. Die Menschen sind unglaublich höflich und zurückhaltend. Die größte Herausforderung ist die Logistik, aber wenn man mit einem Profi wie Severin Travel plant, greifen die Zahnräder perfekt ineinander. Was die Reise- und Sicherheitshinweise angeht: Ja, es ist die Wildnis. Bleiben Sie in den nachts in den Camps und auf Safari immer bei Ihrem Guide, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
Kosten und Budget
Machen wir uns nichts vor: Ein Sambia Urlaub kostet Geld. Da viele Lodges sehr exklusiv und tief im Busch liegen, müssen alle Vorräte eingeflogen werden. Rechnen Sie für eine hochwertige Rundreise inkl. Flügen, Lodges und Safaris mit einem Budget im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich. Aber jeder Sambische Kwacha (ZMW) ist es wert, wenn man bedenkt, dass man hier keinen Massentourismus unterstützt, sondern nachhaltigen Naturschutz.
Das genaue Budget können Sie aber ganz individuell festlegen. Die Afrika-Expertinnen von Severin Travel holen Ihnen dann das beste Paket aus Ihrem Budget raus - von Familienreise bis Luxusreise ist alles möglich!
🔎 Hier kommen Sie zur individuellen Reiseplanung.
Die beste Reisezeit
Ich war in der Trockenzeit von Mai bis Oktober dort. Das ist perfekt, weil die Tiere zu den wenigen Wasserstellen kommen. Wenn Sie jedoch die Victoriafälle in ihrer vollen Pracht sehen wollen, sind die Monate nach der Regenzeit (März bis Mai) ideal – dann ist der Sambesi randvoll.
Vorbereitung ist alles
- Impfungen: Achten Sie auf den Schutz gegen Hepatitis und andere Krankheiten wie und besprechen Sie eine Malariaprophylaxe. Hierzu sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder ein Tropeninstitut aufsuchen.
- Einreise: Die direkte Einreise aus Deutschland ist unkompliziert, das Visum wird oft direkt am Flughafen ausgestellt.
- Ausrüstung: Packen Sie Kleidung in Erdtönen ein. Knallige Farben haben im Busch nichts zu suchen.
🔎 Falls Ihnen die Route gefällt, auf der ich unterwegs war, können Sie diese hier finden und individuell anpassen.
Fazit zu meinem Urlaub in Sambia
Sambia ist nicht nur ein Ziel, es ist ein Gefühl. Es ist der Staub auf der Haut, der Geruch von trockenem Gras und das ferne Brüllen eines Löwen in der Nacht. Es ist unberührt, echt und manchmal auch ein bisschen anstrengend – aber genau das macht es so wertvoll.
Wenn Sie bereit sind, das "echte" Afrika kennenzulernen, abseits der ausgetretenen Pfade von Botswana oder Namibia, dann ist eine Sambia und Simbabwe Rundreise genau das Richtige.
Sichern Sie sich jetzt eine kostenlose & unverbindliche Beratung mit unseren Afrika-Expertinnen! So können Sie ganz sicher mit der absoluten Traumreise planen.


